Shopware 5 zu Shopware 6 migrieren – Was wird aus deinen Plugins?
Shopware 5 wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Wer noch auf Shopware 5 läuft, hat keine Sicherheitsupdates mehr zu erwarten — und damit ein offenes Risiko. Die Migration auf Shopware 6 ist unvermeidlich. Was dabei mit bestehenden Plugins passiert, erkläre ich hier.
Warum jetzt handeln?
Shopware hat den Support für Shopware 5 eingestellt. Das bedeutet konkret: keine Sicherheitspatches mehr, keine Bugfixes, keine Kompatibilitätsupdates für neue PHP-Versionen. Wer heute noch Shopware 5 betreibt, läuft auf einer Plattform, die mit jedem Monat angreifbarer wird.
Das ist kein theoretisches Risiko. Shopware 5 ist eine bekannte Angriffsfläche — Bots und Crawler kennen bekannte Schwachstellen älterer Versionen und scannen aktiv danach. Für Shops, die Kundendaten und Zahlungsinformationen verarbeiten, ist das nicht akzeptabel.
Der häufigste Grund für Zögern ist die Sorge vor dem Migrations-Aufwand — und vor allem: Was passiert mit den Plugins, die der Shop über Jahre akkumuliert hat?
Die schlechte Nachricht: SW5-Plugins laufen nicht in SW6
Shopware 6 ist keine Evolution von Shopware 5 — es ist ein kompletter Neuanfang mit einer anderen Architektur. Das bedeutet: Kein einziges Shopware-5-Plugin läuft in Shopware 6 ohne Überarbeitung. Die technische Basis (PHP-Framework, Template-Engine, Datenbankstruktur) ist grundlegend anders.
Das klingt schlimmer als es ist. In der Praxis bedeutet es: Für jeden Plugin-Use-Case muss geprüft werden ob es ein Shopware-6-Äquivalent gibt — entweder vom selben Anbieter als Nachfolger-Plugin, oder von einem anderen Anbieter im Shopware Store.
So gehst du die Plugin-Inventur an
Bevor du mit der eigentlichen Migration beginnst, lohnt sich eine systematische Plugin-Inventur. Geh in deinen Shopware-5-Admin unter Einstellungen → Plugin Manager und notiere alle aktiven Plugins mit ihrem Anbieter.
Für jedes Plugin stellst du dir drei Fragen: Erstens, brauche ich diese Funktion in SW6 wirklich noch? Viele Plugins wurden installiert, weil Shopware 5 eine bestimmte Funktion nicht hatte — die Shopware 6 heute von Haus aus mitbringt. Zweitens, gibt es ein offizielles Nachfolger-Plugin des Anbieters? Die meisten aktiven Plugin-Entwickler haben ihre SW5-Plugins inzwischen in SW6-Versionen überführt und kennzeichnen das im Store mit “Nachfolger verfügbar”. Drittens, wenn kein Nachfolger: Gibt es ein alternatives Plugin, das denselben Zweck erfüllt?
In meiner Erfahrung fällt bei einer ehrlichen Inventur etwa ein Drittel der Plugins weg — weil die Funktion in SW6 eingebaut ist, weil sie nie wirklich genutzt wurde oder weil der Anbieter keinen Nachfolger entwickelt hat.
Was mit Lizenzen und Abonnements passiert
Shopware-5-Plugins wurden oft als Einmalkauf verkauft. Shopware-6-Plugins sind in der Regel Abonnements (monatlich oder jährlich). Das ist ein Modellwechsel, den viele Shopbetreiber bei der Kostenplanung nicht einkalkulieren.
Gute Nachricht: Wer ein SW5-Plugin eines Anbieters hatte und auf den SW6-Nachfolger wechselt, bekommt bei vielen Anbietern eine Übergangsregelung oder zumindest einen kostenlosen Probemonat. Frag direkt beim Anbieter nach — in den meisten Fällen gibt es eine Lösung.
Die Gesamtkosten durch Abonnement-Plugins werden oft überschätzt. Wer vorher 10 Einmalkauf-Plugins hatte und drei Jahre nichts aktualisiert hat, zahlt jetzt für wartete, aktuelle Software — das hat auch einen echten Gegenwert.
Zeitplan und Vorgehen für die Migration
Eine realistische Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 dauert für einen mittelgroßen Shop ohne Custom-Entwicklungen 4–8 Wochen. Wer Custom-Themes, Custom-Plugins oder ERP-Integrationen hat, rechnet mit 3–6 Monaten.
Das empfohlene Vorgehen: Zuerst ein paralleles Shopware-6-System aufsetzen und befüllen, während der SW5-Shop weiterläuft. Dann alle Plugins installieren und konfigurieren. Daten (Produkte, Kunden, Bestellungen) mit dem offiziellen Shopware Migration Assistant migrieren. Erst wenn das neue System vollständig getestet ist, erfolgt der Cut-over mit einem kurzen Wartungsfenster.
Wer nicht intern die Kapazitäten hat, holt sich einen Shopware-6-Entwickler für die Migration — das ist in den meisten Fällen günstiger als der Aufwand, den eine selbst durchgeführte Migration mit Problemen produziert.
Fazit: Jeder Monat Warten macht es teurer
Die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 ist unvermeidlich. Wer sie jetzt plant, hat die Wahl — wer wartet, reagiert irgendwann auf ein Sicherheitsproblem oder einen Ausfall. Das ist der deutlich schlechtere Zeitpunkt für eine erzwungene Migration.
Für die meisten Kernfunktionen eines Shopware-5-Shops gibt es heute ausgereifte Shopware-6-Plugins. Der Funktionsumfang ist in aller Regel höher als bei den SW5-Vorläufern — die Plattform hat seit dem Launch 2019 enorm aufgeholt.
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